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Ausstellungsrezensionen von Sabine Gertrud Cremer:

Hinweis vom 04.05.2020:

Eingang in das StiftsMuseum Xanten,

Kapitel 21, 46509 Xanten

Das StiftsMuseum Xanten gilt zurecht seit seiner Eröffnung 2010 als das schönste kirchliche Museum in Deutschland. Das Museum fügt sich unmittelbar an die historische Bausubstanz des Kreuzganges der ehemaligen Stiftkirche St. Viktor in Xanten an. In diesem Museum wird der Kirchenschatz des Kanonikerstifts von St. Viktor in einer beeindruckenden Inszenierung in seinem historischen Kontext präsentiert. Durch die Corona-Krise gehört es zu den Museen in NRW, die von der Schließung betroffen sind. Daher ist zu wünschen, dass dieses regionale Museum nach der Wiederöffnung am 6. Mai 2020 steigende Besucherzahlen erlebt.

Besonders sei auf die seltenen Urkundenladen im StiftsMuseum Xanten hinzuweisen: Die Urkundenlade von 1441 (Raum VI/21, Kat.-Nr. VI/17) hing vermutlich im Kapitelsaal der Stiftsherren von St. Viktor. Sie ist eine von nur drei bekannten Laden dieses Typus, die alle zum Xantener Archivbestand gehören. In dieser Lade befindet sich eine Urkunde über eine Gebetsverbrüderung zwischen den Stiftsherren von Xanten und den Kartäusern der Grav-Insel bei Wesel. Beide Gemeinschaften sichern sich zu, für die Lebenden und Verstorbenen der jeweils anderen Gemeinschaft zu beten. Im Zentrum der Malerei steht als Patronin des Kartäuserklosters „Regina coeli“ Maria als Himmelskönigin mit Krone und Nimbus. Die rechts neben ihren knienden Kartäuser tragen ihr übliches weißes Ordens­gewand, eine schlichte Soutane.

Als weiteren Höhepunkt des Museumsraumes „Liturgie“ können die mittelalterlichen Wandmalereien von 1396 (Raum VI/9, Kat.-Nr. VI/01) bezeichnet werden, die sich ursprünglich als Altarretabel über dem Bonifatius-Altar der Xantener Stiftkirche befanden. Das Retabelbild war in Secco-Technik direkt auf die Wand gemalt. Nach dem die Wandmalereien dreihundert Jahre durch eine Putzschicht nicht sichtbar waren, sind sie 1951 freigelegt und auf eine Aluminiumplatte übertragen worden. Neben dem gekreuzigten Christus stehen Maria und Johannes sowie die hl. Agnes mit dem Lamm und der hl. Bischof Bonifatius mit Buch und Bischofsstab. Der perspektivisch gemalte Raum besteht aus einem roten Vorhang, goldener Sternenornamentik, blauem Himmelsauschnitt mit einer Maßwerkrahmung und ahmt einen hölzernen Figurenschrein nach. Der Altar ist eine testamentarische Stiftung des Xantener Kanonikers Dietrich von Aspergh (gestr. 1392), der auch Pfarrer der Bonifatiuskirche in Moers war. Er kniet am Fuße des Kreuzes.